Das Rheingau

18. Januar 2015 | von Eva in Allgemein - (0 Comments)

Obwohl wir grundsätzlich sehr gut wissen, dass wir unseren Traum vom eigenen Weingut in einem „gelobten Land“ des Weinbaus leben dürfen, wird uns das immer wieder noch deutlicher bewußt wenn wir Besuch aus anderen Regionen Deutschlands oder aus der Schweiz erhalten.

So geschehen an diesem Wochenende, an dem wir liebe Freunde und Seminarkollegen des „Team Benedikts“ in Hattenheim begrüßen durften. Seit wir 2008 das Führungscurricula „Führen und Geführt werden“ im Haus Benedikt in Würzburg gemeinsam besucht haben, treffen sich die Teilnehmer jährlich zu einem Auffrischungsseminar mit jeweils anderen Schwerpunkten. Am Wochenende war das nun keines dieser regulären Seminartreffen, sondern 3 Teilnehmer und der geniale Seminarleiter Stephan Röder, trafen sich mit Ehepartnern bei uns zum Wochenendurlaub mit kleiner Workshopeinheit zum Thema „Marketingstrategie für das Weingut Hans Lang“. (Infos zu Letzterem verraten wir erst zu einem späteren Zeitpunkt)

Der harte Kern der „Roederianer“

Obwohl der Januar nun wirklich nicht die ideale Reisezeit für das Rheingau ist, kostete es uns keine Mühe, ein vielfältiges interessantes Programm zusammen zu stellen. Und das, obwohl wir nur einige wenige Ausschnitte dieser an Wein- und Genuss- und Kultur so reichen Region gezeigt haben. Zwei Tage sind einfach zu kurz für den Rheingau, zumal wir auch noch ausreichend Zeit für das Miteinander und den Weingenuß eingeplant haben.

Hier das Programm von Freitag bis Sonntag Mittag:

Genussvolles Bio-Abendessen bei Cornel’s in Winkel. Ein Biomarkt mit Bistro, den manche Großstadt so nicht bieten kann.

Weingutsführung im Weingut Hans Lang

Marketingworkshop

Weinbergswanderung durch die Hattenheimer Weinberge mit kleinem Rebschnittkurs

Extrem interessante Führung mit Weinprobe durch das mittelalterliche Kloster Eberbach.

Käsefondue im Weingut Hans Lang

Sonntags Gottesdienst in lateinischer Sprache, mit Gesängen der Chorbuben in der hochgotischen Kirche von Kiedrich mit einer sehr ansprechenden und fesselnden Predigt von Pfr. Dr. Nandkisore.

Hattenheimer Fässer

29. September 2014 | von Eva in Allgemein | Veranstaltungen - (0 Comments)

Kaum kommt die Sonne raus im Rheingau, herrscht Hochbetrieb am Rheinufer. Schon gestern am Samstag zog der Betrieb an den Hattenheimer Fässern enorm an und wir rüsteten auf mit Brezeln, Spundekäs und Franz Kellers Leberwurst. Doch alles half heute nichts, gegen 17.00 Uhr waren wir total ausverkauft. Ärgerlicher als der dadurch entgangene Umsatz ist für mich, die erwartungsvoll ankommenden Leute enttäuschen zu müssen. Selbst die Campunade, neben Wasser unser einziges alkoholfreies Getränk war ausverkauft. Da kann ich etwas verärgerte Eltern schon verstehen. Dabei wollten wir gar nicht sparsam sein, konnten nur einfach nicht den Verbrauch eines Sonnentages einschätzen, nachdem schon unsere Juni Auschankwoche ziemlich verregnet war und diese Woche mit eiskaltem Wetter am Abend begann.

Der Tag heute war auch gleichzeitig ein Vorgeschmack auf den kommenden Freitag. Am 2. Oktober findet traditionsgemäß die Weinveranstaltung „Natur Pur“ in den Hattenheimer Weinbergen statt. 15 Winzer schenken im Weinberg ihre Weine aus und bieten allerhand kleine Speisen dazu an. Letztes Jahr haben Urban und ich das bereits miterlebt und finden es unbegreiflich, warum sich so viele Leute bei schönem Wetter in den Rheingau begeben, so als gäbe es keinen anderen schönen Landstrich in der Umgebung. Uns kann es ja recht sein, aber ich würde es mir kein zweites Mal antun, mich bei Hin- und Rückfahrt in den kilometerlangen Stau in und aus dem Rheingau einzureihen, ganz zu schweigen von dem Verkehrschaos in den kleinen Ortschaften und der überfüllten Gastronomie.

Am Freitag nun, fällt auch noch der Bahnverkehr aufgrund umfangreicher Baumassnahmen aus und auf der Bundesstraße vor Hattenheim befindet sich gerade eine Mega-Baustelle. Das kann heiter werden und ich empfehle jedem, den Rheingau am Freitag lieber zu meiden und statt dessen zu unserem Erntedank am 25. und 26. Oktober nach Hattenheim zu fahren.

Da kann man sagen, Fluch und Segen einer Metropolenregion wie Rhein-Main. Ein Weingut wie z.B. an der Nahe hat es viel schwerer Privatkunden zu sich ins Weingut zu holen und die Lage unseres Weinguts ist, neben vielen anderen Vorzügen, einer der Großen Pluspunkte, der Urbans Kaufentscheidung immens beeinflusst hat….