Alles begann mit dem Traum vom eigenen Weingut. 2013 ist er Wirklichkeit geworden und wir stecken nun mittendrin. Urban Kaufmann war bis 2013 noch in der Schweiz als Leiter einer der erfolgreichsten Appenzeller-Käsereien aktiv. Und ich, Eva Raps, war noch Geschäftsführerin beim VDP in Mainz. Was wir jetzt erleben, ist etwas vollkommen anderes. Eine gewaltige Herausforderung, herrliche Natur und viele neue Erfahrungen. Schritt für Schritt setzen wir nun um, was wir uns vorgenommen haben. Hier auf dieser Seite stellen wir alle wesentlichen Informationen über unser Weingut zur Verfügung. Und etwas weiter unten, können Sie die regelmäßigen Beiträge unseres Blogs – eine Art Online-Tagebuch – nachlesen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch mal in unserem Weingut besuchen. Wir sind gerne für Sie da!

URBAN KAUFMANN UND EVA RAPS

Wir waren ziemlich aufgeregt, wie uns die Reportage des HR Fernsehens gefallen würde, schließlich kann man sich nicht alle Tage über 45 Minuten lang im Film beobachten. Aber am Ende hatten wir einen wunderbaren Abend beim Public Viewing mit fast 100 Gästen.

Diese waren des Lobes voll für die die Protagonisten des Films (neben uns waren das noch Jochen und Saynur Neher vom Weingut Mohr und Y Sommelier Ahmet Yildirim) die uns als sehr authentisch, herzlich und natürlich wahrgenommen haben.

Wir jedenfalls finden, der Film ist absolut sehenswert für jeden Weinliebhaber und sind Alexander C. Stenzel sehr dankbar, dass er uns ausgewählt hat!

 

 

 

 

 

 

 

Am Dienstag, 20. Februar 2018 um 20.15 Uhr strahlt das Hessischen Fernsehen in seiner Sendereihe „Erlebnis Hessen“ eine Reportage aus mit dem Titel:

„Rheingauer Wein auf neuen Wegen“.

Protagonisten sind das Weingut Kaufmann mit Urban Kaufmann und Eva Raps, das Weingut Mohr mit Jochen Neher und Saynur Sonkaya – Neher und der Y Sommelier Ahmet Yildirim.

Wir sind schon sehr gespannt, welche Eindrücke seiner mehrfachen Besuche bei uns, der Autor Alexander C Stenzel in Wort, Bild und Emotionen festgehalten hat und möchten diese “Prime-Time” Premierenvorstellung auf einer großformatigen Leinwand gemeinsam mit Ihnen und einigen Freunden, teilen und erleben.

Daher laden wir Sie herzlich ein zum

“Kaufmann & Friends Public Viewing” ab 19.00 Uhr

im Weingut Kaufmann, Rheinallee 6, 65347 Hattenheim.

Der Eintritt ist selbstverständlich kostenfrei. Damit der Abend nicht zu trocken wird, bieten wir in unserer gemeinsamen „Straußwirtschaft“ Rheingauer Weine im glasweisen Ausschank sowie einen kleinem Imbiss an.

Zur Erleichterung unserer Planung bitten wir um Reservierung unter Tel. 06723-24 75.

Wir freuen uns schon sehr auf Ihr Kommen!

Ihre Rheingauer “Newcomer Filmstars”

 

Wir sind Demeter zertifiziert

12. Januar 2018 | von Eva in Allgemein - (0 Comments)

Mit Biodynamie an die Spitze des Rheingaus

Qualität entsteht bekanntlich im Weinberg, und bereits mit unserem ersten Jahrgang 2014 konnten wir die positiven Auswirkungen der Umstellung auf biologischen Weinbau, die bereits der Vorbesitzer des Weinguts Hans Lang im Jahr 2012 begonnen hat, feststellen. Inspiriert von den Charakteren und Weinen von Winzerkollegen wie u.a. Peter Jakob Kühn und Hansjörg Rebholz, deren Weine uns mit ihrer „inneren Ruhe und Festigkeit“ beeindrucken, begannen wir Anfang 2017 mit den nächsten Schritt der biodynamischen Bewirtschaftung unserer Weinberge. Durch den Einsatz von Pflanzenstärkungsmittel wie beispielsweise Brennnessel oder Hornkiesel, sowie der sorgsamen und natürlichen Pflege unserer Weinbergsböden – zwei der Hauptsäulen der Biodynamie – versprechen wir uns noch kraftvollere, widerstandsfähigere und gesündere Trauben. Wir freuen uns, dass bereits der Jahrgang 2017 von Demeter zertifiziert wurde.

Hotel Kronenschlösschen, Hattenheim

Mittwoch, 28. Februar 2018

Das besondere Erlebnis im Rahmen des Rheingau Gourmet- und Weinfestivals
mit Gal Ben Moshe und den TWINS: 6 israelische Weingüter – 6 deutsche Partnerweingüter

Gal Ben Moshe (GLASS, Berlin), 1985 in Israel geboren, begann seine Karriere in Tel Aviv in den Gourmetrestaurants Tazza d´Oro / Mul-Yam und Orca, bevor er internationale Erfahrungen in London sammelte (The Berkeley / Maze, Gordon Ramsey / Hibiscus). Für zwei Jahre kehrte er nach Tel Aviv zurück (Hotel Montefiori), um dann bei einem der weltbesten Köche zu arbeiten, bei Grant Achatz in Chicago (Alinea). 2012 eröffnete er sein eigenes Restaurant GLASS in Berlin. Seine Küche ist phantasievoll und kreativ, aromastark, faszinierend. (mehr …)

Geburtstag Mitte Dezember, auch wenn es ein runder ist, animiert nicht sehr zu einem großen Fest, zumindest ging mir das schon immer so. Daher habe ich vor 10 Jahren meinen 40.sten erst an Silvester mit Freunden in einer Lodge hoch über dem Vierwaldstätter See gefeiert. Damals war das eigene Weingut nur ein Traum von mir, den meine Freunde in Ihrem Geburtstagsständchen besungen haben…

10 Jahre später lud ich an Silvester die gleichen Freunde zum „Schweiz-Revival“ mit Käse-Fondue zu uns ins Weingut ein. Wie es zu einem Revival gehört, wurde auch selbiges Lied wieder gesungen, ergänzt um eine Strophe, die das kleine Wunder 10 Jahre später beschreibt…. Sehen Sie das Glitzern in meinen Augenwinkeln?

Ergänzend sei noch hinzugefügt, dass der Refrain vor 10 Jahren, statt mit „… nie mehr allein“ mit „… mit Kinderlein“ endete. Ich war sehr gespannt, wie sie diesen Reim auflösen würden…

Unser Wisselbrunnen

Zu Beginn jeden Jahres fragt Urban mich erneut, ob wir „unsere“ Parzelle im Wisselbrunnen wieder selbst bearbeiten wollen. Wie kann er nur auf die Idee kommen, dass ich das nicht möchte….?

Auch wenn die Arbeit am Abend und an den Wochenenden gemacht werden muss, möchte ich es nicht missen, selbst im Weinberg zu stehen und den Verlauf der Natur zu folgen. Nicht nur, dass uns das sehr viel praktische Erfahrung vermittelt, Weinbergsarbeit ist wohltuend für Geist und Körper.

Die beiden Fotos entstanden allerdings nicht im Wisselbrunnen, sondern in der Junganlage des Spätburgunders in Hallgarten, wo wir Anfang Juli die Traubenzone entblätterten.

Biodynamischer Weinbau

2017 ist das erste Jahr, in dem wir unsere Weinberg nicht nur ökologisch sondern auch nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaften. Dazu gehört u.a., dass wir in Wasser dynamisierte Pflanzenstärkungsmittel ausbringen. Auf diesem Foto, dynamisiert Urban zum Beispiel gerade ein Hornmistpräparat, indem er ca. 100 g des Präparates in 30 Ltr. (Menge für 1 Hektar Rebfläche) Wasser für ca 1 Std. abwechselnd rechts- und linksherum rührt. Hier, beim Demeter Verband, dem wir nun mit unserem Weinbaubetrieb angehören,  ist nachzulesen, was es mit den Präparaten so auf sich hat….

Frostnächte im April

Das erste Präparat das Urban ausbrachte, war Baldrian, dem positive Auswirkungen auf den Wärmehaushalt der Pflanze nachgesagt wird. Grund für diese Maßnahme war die Vorbereitung auf die Frostnächte am 19. und 20. April 2017, die uns nach der Rückkehr aus dem Osterurlaub im fast sommerlichen Piemont große Sorgen bereiteten. Die Reben waren zu diesem Zeitpunkt schon ausgetrieben, und jeder, der Balkonpflanzen zu Hause hat, kann sich vorstellen, dass gerade diese jungen Triebe extrem empfindlich sind. Vielleicht lag es wirklich am Baldrian, dass wir tatsächlich keine nennenswerten Ausfälle registrieren konnten? In jedem Fall war es beruhigend für unsere Nerven, etwas zu tun, statt tatenlos zu warten was geschieht.

Hagelschlag im August

Nach einer gewissen „Schockstarre“ holten die Reben, dann den Vorsprung, den sie durch das extrem warme Frühjahr hatten, wieder auf. Das trockene Wetter während der Blüte im Juni sorgte dann für eine prächtige, fast zu gute Entwicklung, denn die Trauben wuchsen sehr kompakt, was nach den ständigen Regenfällen im August zu großem Fäulnisbefall führte. Doch vorher traf es unsere Weinberge schlimmer, durch den Hagelschlag in der Nacht zum 1. August. Ein Datum, dass wir uns alleine deshalb so gut merken können, da der 1. August der Nationalfeiertag der Schweiz ist.  Hier hatte ich schon im August berichtet und Fotos der getroffenen Reben gezeigt….

Erntezeit

Die Erntezeit war wieder der gesellige Höhepunkt des Jahres im Weingut. Sämtliche Gästebetten waren von Freunden belegt, die zusammen mit unseren rumänischen Erntehelfern ein super motiviertes Team bildeten, dem selbst die anstrengende Selektionsarbeit, die Laune nicht verdarb.

Auch wenn das Jahr 2017 als ein schwieriges Jahr in die Analen der Winzer – nicht nur des Rheingaus – eingehen wird, so sind wir doch dankbar, dass wir trotz, Frost, Hagel und Fäulnis eine einigermaßen durchschnittliche Erntemenge heimbringen konnten. Und noch wichtiger: auch die Weine in den Fässern entwickeln sich sehr gut.

Mit einem blauen Auge davongekommen können wir also jetzt resumieren:

Wenn es solche Jahre wie 2017 nicht gäbe, wüssten wir uns gar nicht so richtig über die einfachen Jahre zu freuen….

Höhepunkt des Weinjahres ist für uns die VDP Riesling Gala, die Anfang November im Kloster Eberbach stattfindet. Für uns persönlich ist die Gala mit sehr viel Emotion verbunden, denn sie erinnert uns immer an unserem großen Schritt in die Selbständigkeit als Winzer und Quereinsteiger im Jahr 2013.

2012, als Urban und ich uns kennen lernten, durften wir nämlich das erste Mal als Gäste an der Tafel von Weingut Robert Weil die Gala genießen. Wir waren damals zwar schon auf der Suche nach einem Weingut, aber davon wusste kaum jemand etwas und wir selbst dachten nicht im Traum daran, dass wir im Rheingau fündig würden. Anfang 2013 entstand dann der Kontakt zu Hans Lang und bereits zur Riesling Gala 2013, nur wenige Tage nachdem Urban seine Zelte in der Schweiz abgebrochen hatte, waren wir die Gastgeber an unserer eigenen Weingutstafel. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, beim feierlichen Defilee der Winzer, die unter den Augen von 600 Gästen und begleitet von Jagdhornklängen zu Beginn der Gala in das herrliche Kreuzgewölbe einziehen.

Festlich gedeckte Tafel im Kreuzgewölbe von Kloster Eberbach

Festlich gedeckte Tafel im Kreuzgewölbe von Kloster Eberbach

Über 600 Gäste aus dem In- und Ausland kommen jährlich zur Riesling-Gala und erleben die großartigste Hommage an den Riesling, die es weltweit gibt.

Die Tafel mit unseren Gästen

Die Tafel mit unseren Gästen

Die Gala 2017 war dem Deutschen Küchenwunder gewidmet, das mit dem Sternetempel „Schweizer Stuben“ in den 1970ern begann. 6 Spitzenköche, die allesamt einmal in den Schweizer Stuben gekocht haben, kreierten das Menü der Gala: Egbert Engelhardt, Johannn Lafer, Jörg Müller, Dieter Müller, Burkhard Schork und Hans Stefan Steinheuer.

Passend gekleidet zum Motto der Gala 2017: Das Deutsche Küchenwunder: die Schweizer Stuben

Passend gekleidet zum Motto der Gala 2017: Das Deutsche Küchenwunder: die Schweizer Stuben

Das Motto unserer 5. Jubiläums-Gala war uns im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Leib geschnitten“…. Urban durfte passend zu meinem roten Blazer, seine Schweizer Krawatte ausführen, die ich ihm im August zu seinem Geburtstag geschenkt habe.

Mit unseren Gastwinzern 2017 Andreas und Susanne Barth, Weingut Lubentiushof Mosel

Mit unseren Gastwinzern 2017 Andreas und Susanne Barth, Weingut Lubentiushof Mosel

Jedes Jahr laden wir einen anderen Gastwinzer zu uns an den Tisch. Zu dem 6 Gänge Menü wird jeweils ein Wein beider Weingüter serviert. Nachdem in den letzten Jahren die Weingüter K.F. Groebe aus Rheinhessen, Prinz Salm von der Nahe, Stigler aus Baden und Aldinger aus Württemberg zu Gast waren, begrüßten wir in diesem Jahr das Weingut Lubentiushof von der Mosel mit Andreas und Susanne Barth.